Geschichte von SUSE: von Slackware-Disketten zu SLES 16
Gegründet 1992, verschickte S.u.S.E. zuerst Slackware auf Disketten. Dann kamen Novell, Attachmate, Micro Focus und EQT. Die belegten Stationen bis SLES 16 im Überblick.
Die Geschichte von SUSE in Kürze
Die Geschichte von SUSE beginnt 1992 mit vier Gründern: Roland Dyroff, Thomas Fehr, Burchard Steinbild und Hubert Mantel. Ihre Firma S.u.S.E. verschickte zuerst Slackware auf Disketten und baute später eine eigene Distribution. Danach wechselte SUSE mehrmals den Besitzer: 2004 Novell, 2011 Attachmate als neuer Eigentümer von Novell, 2014 Micro Focus und 2019 der Investor EQT.
Von 2021 bis 2023 waren SUSE-Aktien an der Frankfurter Börse notiert. Seit dem 4. November 2025 liefert SUSE den SUSE Linux Enterprise Server 16.0 aus. Die Version 16.1 ist für November 2026 gelistet.
Für viele deutsche Admins ist SUSE einfach „die Nürnberger Distro“. Dieser Artikel nennt nur Daten, die sich mit Primärquellen belegen lassen. Dazu gehören Pressemitteilungen, Börsenunterlagen, SUSEs eigene Seiten und ein Brief eines SUSE-Mitarbeiters aus dem Jahr 1998. Wo eine Quelle fehlt, steht das im Text. Den größeren Rahmen, also wie aus Unix die freien Systeme wurden, beschreibt der Beitrag zur Geschichte von Unix bis Linux.
Wofür steht der Name S.u.S.E.?
S.u.S.E. ist eine deutsche Abkürzung. Sie steht für „Software und System-Entwicklung“. So steht es in SUSEs eigener Firmenchronik. Genauso erklärte es der SUSE-Mitarbeiter Bodo Bauer im Januar 1998 auf einer Mailingliste. Heute schreibt das Unternehmen seinen Namen ohne Punkte, also SUSE.
SUSEs Chronik nennt das Gründungsjahr 1992 und die vier Gründer. Einen Tag oder Monat nennt sie nicht. Ob die Firma in Fürth oder in Nürnberg begann, beantwortet keine der Primärquellen, die für diesen Artikel geprüft wurden. Belegt ist der heutige Bezug zu Nürnberg: SUSEs Pressemitteilung vom 15. März 2019 trägt die Ortsmarke Nürnberg.
Wie fing SUSE an? Slackware auf 40 Disketten
Die beste frühe Quelle ist ein Brief von Bodo Bauer aus dem Januar 1998, den LWN (Linux Weekly News) veröffentlichte. Bauer war keiner der Gründer. Er antwortete auf eine Frage zur Firmengeschichte. Seine Darstellung ist kurz, und deshalb lässt sie sich gut prüfen.
Laut Bauer war S.u.S.E. damals seit etwa fünf Jahren im Geschäft. Die Firma begann in Deutschland damit, Sätze aus 40 Disketten mit Slackware an Leute zu schicken, die Linux haben wollten. Slackware ist eine Linux-Distribution, also eine Sammlung aus Linux-Kernel, Programmen und Installationswerkzeug. SUSE übersetzte die Slackware-Skripte ins Deutsche. Dabei arbeitete die Firma eng mit dem Slackware-Autor Patrick Volkerding zusammen. Später lieferte SUSE auf CD statt auf Disketten aus.
Dann entschied sich SUSE für eine eigene Distribution. Als Basis diente Jurix, eine Distribution von Florian La Roche. Gleichzeitig begann SUSE mit YaST, einem Werkzeug für Installation und Konfiguration. Bauer schreibt: „S.u.S.E. Linux 4.2 was our first own distribution.“ Version 4.2 war also die erste Distribution, die SUSE selbst zusammenstellte.
Anfang 1997 gründete SUSE die S.u.S.E. LLC in Oakland, Kalifornien. Mit dieser Tochter wollte die Firma in den US-Markt. Auch das steht in Bauers Brief.
Wichtig ist, was der Brief nicht sagt. Er nennt keine Jahreszahlen für die erste CD, für das erste YaST oder für Version 4.2. SUSEs eigene Chronik hilft hier kaum, denn ihre Zeitleiste ordnet die frühen Ereignisse nur grob zu. Wer in anderen Texten genaue Jahre für diese frühen Schritte liest, sollte nach der Quelle fragen. Wie SUSE in den Stammbaum der übrigen Systeme passt, zeigt die Geschichte der Linux-Distributionen.
Warum nennt sich SUSE erster Enterprise-Linux-Anbieter?
SUSEs Chronik beginnt mit dem Satz: „Founded in 1992, SUSE is the world's first provider of an Enterprise Linux distribution.“ Das ist SUSEs Selbstbeschreibung. Als erstes Enterprise-Produkt nennt die Chronik den SUSE Linux Enterprise Server für IBM S/390, einen Großrechner. Die Abkürzung für dieses Produkt lautet SLES. Ein Enterprise-Linux unterscheidet sich von einer Community-Distribution vor allem durch den Vertrag: Der Kunde bezahlt für Updates und Support über viele Jahre.
Novell kauft SUSE (2003 bis 2004)
Am 4. November 2003 kündigte Novell aus Provo, Utah, die Übernahme von SUSE LINUX an. Der Preis betrug 210 Millionen US-Dollar in bar. Novell erwartete den Abschluss bis Ende seines ersten Geschäftsquartals, also bis Januar 2004.
Am 13. Januar 2004 meldete Novell den Abschluss. Damit gehörte die Firma aus Franken nun zu einem US-Konzern. Diese Eigentümerkette, bei der SUSE als Teil eines größeren Unternehmens weitergereicht wurde, sollte bis 2019 dauern.
Wann wurde openSUSE gegründet?
Das openSUSE-Projekt nennt selbst ein Datum. Laut einem Beitrag auf news.opensuse.org wurde die Ankündigung, aus der das Projekt entstand, am 9. August 2005 gemacht. Der Ort war die LinuxWorld Conference & Expo in San Francisco. openSUSE feiert diesen Tag als seinen Geburtstag.
openSUSE ist das Community-Projekt rund um SUSE. Andere Darstellungen nennen den 4. August 2005 als Datum einer Novell-Ankündigung. Dafür wurde keine Primärquelle geprüft. Deshalb gilt hier das Datum, das openSUSE selbst nennt.
Was regelte der Vertrag zwischen Microsoft und Novell 2006?
Am 2. November 2006 gaben Microsoft und Novell mehrere Vereinbarungen bekannt. Es ging um geschäftliche und technische Zusammenarbeit bei der Interoperabilität zwischen Windows und Linux. Dazu kam eine Vereinbarung über Patente.
Der Kern der Patentvereinbarung ist ein Verzicht auf Klagen, englisch „covenant not to assert“. Microsoft verpflichtete sich, seine Patentrechte nicht gegen Kunden durchzusetzen, die SUSE Linux Enterprise von Novell gekauft hatten. Novell gab Kunden mit lizenziertem Windows die gleiche Zusage. Die Vereinbarungen sollten mindestens bis 2012 gelten.
Dazu kam Geld in beide Richtungen. Microsoft kaufte bei Novell Gutscheine für jeweils ein Jahr Wartung und Updates für den SUSE Linux Enterprise Server. Laut Microsoft sollten jährlich etwa 70.000 dieser Gutscheine an Kunden gehen. Novell zahlte laufende Lizenzgebühren, berechnet als Prozentsatz seiner Umsätze mit Open-Source-Produkten. Unter dem Strich floss eine Ausgleichszahlung von Microsoft an Novell. Die finanziellen Details legte Microsoft damals nicht offen.
Warum protestierte die Free-Software-Szene?
Der Einwand richtete sich gegen die Logik der Patentzusage. Sie schützte nur Kunden von Novell. Wer Linux von einem anderen Anbieter bezog oder selbst baute, bekam diese Zusage nicht. Für Kritiker hieß das: Der Vertrag behandelt Linux-Nutzer so, als bräuchten sie Schutz vor Microsoft-Patenten, und er verkauft diesen Schutz nur über einen einzigen Anbieter.
Richard Stallman von der Free Software Foundation (FSF) schrieb das in seinem Text „Why Upgrade to GPLv3“. Er nennt Patentdeals „like the Novell-Microsoft pact“ eine Bedrohung. Microsoft wolle mit seinen Patenten erreichen, dass Nutzer dafür bezahlen, GNU/Linux zu betreiben. Den Schutz für Novells Kunden nennt er „rather limited“, also eher begrenzt.
Die Antwort der FSF steht im Lizenztext selbst. Abschnitt 11 der GNU General Public License Version 3 (GPLv3) verbietet es, ein Werk weiterzugeben, wenn man mit einem Software-Distributor eine bezahlte Vereinbarung über eine diskriminierende Patentlizenz hat. Diskriminierend heißt hier: Die Lizenz schützt nur einen Teil der Empfänger. Die Regel hat eine Stichtagsausnahme. Sie gilt nicht für Vereinbarungen, die vor dem 28. März 2007 geschlossen wurden. Der Vertrag von 2006 fiel also nicht darunter. Die Klausel zielte auf künftige Deals dieser Art. Wie sich solche Lizenzfragen über die Jahrzehnte entwickelt haben, erzählt die Geschichte von Open Source.
Attachmate und Micro Focus (2011 bis 2019)
Am 27. April 2011 schloss die Attachmate Corporation die Übernahme von Novell ab, für 6,10 US-Dollar je Aktie in bar. So steht es in Novells Mitteilung, die bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegt ist. SUSE bekam damit einen neuen Eigentümer, ohne selbst verkauft zu werden, denn SUSE gehörte zu Novell.
Der nächste Schritt kam drei Jahre später. Am 20. November 2014 schloss Micro Focus die Fusion mit der Attachmate Group ab. SUSE bestätigte in einer eigenen Mitteilung vom 6. April 2015, dass es nun Teil von Micro Focus ist.
Wie wurde SUSE wieder unabhängig?
Am 2. Juli 2018 gab Micro Focus den Verkauf von SUSE an den Investor EQT bekannt. Der Kaufpreis betrug insgesamt 2,535 Milliarden US-Dollar in bar. Das steht im Jahresbericht (Form 20-F), den Micro Focus bei der SEC eingereicht hat.
Am 15. März 2019 meldete SUSE aus Nürnberg den Abschluss. Die Mitteilung nennt SUSE nach der Übernahme durch EQT „the largest independent open source company“, also das größte unabhängige Open-Source-Unternehmen. Unabhängig heißt hier: nicht mehr Sparte eines Softwarekonzerns. Einen Preis nennt diese Mitteilung nicht. Die 2,535 Milliarden stammen aus dem Bericht von Micro Focus.
Was brachte die Übernahme von Rancher?
Am 8. Juli 2020 kündigte SUSE die Übernahme von Rancher Labs an. Rancher entwickelt Software zur Verwaltung von Kubernetes. Kubernetes ist ein System, das Container auf vielen Servern startet und überwacht. Am 1. Dezember 2020 meldete SUSE den Abschluss.
Zum Betriebssystem kam damit ein Produkt für die Schicht darüber. Dort laufen die Anwendungen als Container, und Rancher verwaltet die Cluster, auf denen sie laufen.
Börsengang und Rückzug (2021 bis 2023)
Am 17. Mai 2021 legte die SUSE S.A. den endgültigen Ausgabepreis für ihren Börsengang fest: 30 Euro je Aktie. Der Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse sollte am 19. Mai 2021 beginnen. Der Ausgabepreis ist der Preis, zu dem die Aktien an die ersten Käufer gingen. Der erste Kurs am Markt ist eine andere Zahl, und dafür wurde keine Quelle geprüft.
Zwei Jahre später ging es in die andere Richtung. Am 17. August 2023 kündigte die von EQT kontrollierte Marcel LUX III SARL ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot an. Der Angebotspreis lautete auf 16,00 Euro je Aktie abzüglich des Bruttobetrags einer Zwischendividende, die SUSE an alle Aktionäre zahlen sollte. Die 16,00 Euro waren also die Summe aus Kaufpreis und Zwischendividende, nicht der Kaufpreis allein. Laut SUSE lagen diese 16,00 Euro etwa 67 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom 17. August 2023. Ziel war der Rückzug von der Börse durch eine Verschmelzung auf eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft in Luxemburg. EQT erklärte, keinen Squeeze-out anzustreben. Die übrigen Aktionäre sollten also nicht zwangsweise abgefunden werden.
Am 13. November 2023 stimmten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung zu. Danach wurden die SUSE-Aktien vom regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse genommen.
Was ist OpenELA, und warum ist SUSE dabei?
Am 10. August 2023 kündigten CIQ, Oracle und SUSE an, die Open Enterprise Linux Association (OpenELA) gründen zu wollen. Das Ziel laut SUSE: offenen und freien Quellcode für Enterprise Linux bereitstellen. So sollen Distributionen gefördert werden, die mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) kompatibel sind.
Das wirkt zunächst ungewöhnlich, denn SUSE konkurriert selbst mit Red Hat. Auf openela.org beschreibt sich OpenELA als Branchenverband von Entwicklern von Enterprise-Linux-Distributionen. Die Seite zeigt die Logos von CIQ, Oracle und SUSE. Für Leser, die von SUSE kommen, ist OpenELA die Brücke in den Red-Hat-Zweig. Wie dieser Zweig mit RHEL, CentOS, Rocky Linux und AlmaLinux entstand, beschreibt die Geschichte von Red Hat, CentOS, Rocky und Alma.
SLES 16: wo SUSE im Herbst 2026 steht
SUSEs Lifecycle-Seite nennt für den SUSE Linux Enterprise Server 16.0 den 4. November 2025 als Datum der ersten Auslieferung an Kunden (FCS, first customer ship). Der allgemeine Support endet am 30. November 2027. Der lange Support (LTS, long-term support) endet am 30. November 2030. Auf SUSEs Beta-Mailingliste hieß es am 6. November 2025: „SUSE Linux Enterprise Server 16.0 has been officially released!“
Die Version 16.1 ist auf derselben Seite für November 2026 gelistet, ohne Tag. Ihr allgemeiner Support soll bis 30. November 2028 laufen, LTS bis 30. November 2031. Die öffentliche Beta von SUSE Linux 16.1 startete laut SUSE-Blog am 28. Mai 2026. Wer SLES heute plant, sollte die Lifecycle-Seite selbst öffnen. Dort stehen auch die Daten der älteren 15er-Reihe. Sobald SUSE 16.1 freigibt, ist 16.0 nicht mehr die neueste Version.
Wo steht SUSE neben Fedora, Rocky und Alma?
SUSE gehört zur RPM-Welt. RPM ist ein Paketformat und gleichzeitig das Programm, das solche Pakete verwaltet. Die SLES-Dokumentation (Stand SLES 15 SP7) beschreibt zwei Ebenen. Mit rpm verwalten Sie einzelne Softwarepakete. Zypper, aufgerufen als zypper, ist der Paketmanager für die Kommandozeile, mit dem Sie Pakete installieren, aktualisieren und entfernen.
Die Red-Hat-Familie nutzt ebenfalls RPM. Die Rocky-Linux-Dokumentation nennt RPM das Paketsystem der Red-Hat-Distributionen und zählt dabei Rocky Linux, Fedora, CentOS und auch SUSE auf. Der Unterschied liegt eine Ebene höher: Laut derselben Dokumentation verwenden die Red-Hat-basierten Systeme das Werkzeug dnf. SUSE verwendet zypper.
Für die Praxis heißt das: Ihr Wissen über rpm -qa oder über Paketsignaturen überträgt sich. Die Befehle für Updates und Repositories übertragen sich nicht. Ein gemeinsames Format bedeutet auch nicht, dass ein Paket überall passt, denn jedes Paket ist gegen die Bibliotheken eines bestimmten Systems gebaut. Wer von SLES auf Rocky wechselt, lernt also unter anderem dnf statt zypper. Die Unterschiede zwischen Rocky und dem Original zeigt der Vergleich Rocky Linux gegen RHEL.
Kann ich SUSE auf einem SSD-Nodes-VPS installieren?
Als angebotenes System nicht. SUSE gehört nicht zu den Distributionen, die SSD Nodes aufführt. Die Produktseite von SSD Nodes nennt die aktuellen stabilen Versionen von Ubuntu, Debian, CentOS, Fedora, AlmaLinux und Rocky Linux. SUSE und openSUSE stehen nicht auf dieser Liste. Prüfen Sie die aktuelle Auswahl auf der Produktseite unter ssdnodes.com/products, bevor Sie planen.
Wer auf einem SSD-Nodes-VPS in der RPM-Welt bleiben will, wählt also Rocky Linux, AlmaLinux, Fedora oder CentOS. Für SLES selbst gibt es neben einem Anbieter, der es ausdrücklich anbietet, und eigener Hardware einen weiteren Weg: verschachtelte Virtualisierung (Nested Virtualization). SSD Nodes bietet sie als Zusatzoption für seine Performance-VPS an. Laut SSD Nodes können Sie damit virtuelle Maschinen innerhalb Ihres VPS betreiben und jedes Image Ihrer Wahl installieren, also auch einen Gast aus Ihrem eigenen SLES-ISO. Ob SUSE eine solche Installation unterstützt, ist damit nicht gesagt. Welche der verfügbaren Distributionen zu welchem Projekt passt, erklärt der Ratgeber welches Betriebssystem für Ihren VPS.
FAQ
Wofür steht die Abkürzung SUSE?
SUSE kommt von S.u.S.E., einer deutschen Abkürzung für „Software und System-Entwicklung“. Das Unternehmen wurde 1992 von Roland Dyroff, Thomas Fehr, Burchard Steinbild und Hubert Mantel gegründet. Heute schreibt es seinen Namen ohne Punkte.
Wann wurde openSUSE gegründet?
Laut openSUSE wurde das Projekt am 9. August 2005 auf der LinuxWorld Conference & Expo in San Francisco angekündigt. Das Projekt feiert diesen Tag als seinen Geburtstag. Damals gehörte SUSE zu Novell, das die Übernahme im Januar 2004 für 210 Millionen US-Dollar abgeschlossen hatte.
Was war am Vertrag zwischen Microsoft und Novell so umstritten?
Im Vertrag vom 2. November 2006 sagte Microsoft zu, seine Patente nicht gegen Kunden von Novells SUSE Linux Enterprise durchzusetzen. Kritiker wie Richard Stallman von der Free Software Foundation sahen darin einen Schutz, der nur für Novells Kunden galt und andere Linux-Nutzer ausschloss. Die GPLv3 verbietet deshalb in Abschnitt 11 solche diskriminierenden Patentvereinbarungen, wenn sie ab dem 28. März 2007 geschlossen wurden.
Ist SLES 16.0 die neueste SUSE-Version?
SLES 16.0 wird laut SUSEs Lifecycle-Seite seit dem 4. November 2025 ausgeliefert. Die Version 16.1 ist dort für November 2026 gelistet, und die öffentliche Beta startete am 28. Mai 2026. Ob 16.1 schon erschienen ist, zeigt die Lifecycle-Seite unter suse.com/lifecycle.
Kann ich bei SSD Nodes einen VPS mit SUSE buchen?
Nein. SUSE und openSUSE stehen nicht auf der Liste der Distributionen, die SSD Nodes auf seiner Produktseite nennt. Dort stehen Ubuntu, Debian, CentOS, Fedora, AlmaLinux und Rocky Linux. Auf einem Performance-VPS mit der Zusatzoption Nested Virtualization können Sie aber eine virtuelle Maschine aus Ihrem eigenen SLES-Image betreiben. Ob SUSE das unterstützt, ist damit nicht geklärt. Wer SUSE kennt, findet mit Rocky Linux oder AlmaLinux ebenfalls ein RPM-System, muss aber dnf statt zypper lernen.