VPS-Anbieter in Deutschland im Vergleich: Hetzner & Co.
Hetzner, netcup, IONOS, STRATO und Contabo im Vergleich: Abrechnung, Kündigungsfrist, geteilte CPU, IPv6 und AV-Vertrag. Mit klarer Empfehlung für jeden Einsatzzweck.
VPS-Anbieter in Deutschland: die kurze Antwort
Unter den VPS-Anbietern in Deutschland gibt es keinen Gesamtsieger. Für jede Aufgabe gibt es aber einen passenden Kandidaten. Wer lernen oder stundenweise testen will, nimmt Hetzner Cloud. Dort endet die Abrechnung, sobald Sie den Server löschen. Wer einen AV-Vertrag und einen Serverstandort in Deutschland braucht, bekommt beides bei Hetzner und netcup im Self-Service. Bei IONOS und STRATO steckt der AV-Vertrag schon in den AGB. Für viel RAM pro Euro lohnen netcup und Contabo einen Blick, mit Einschränkungen bei Laufzeit und Standort.
Alle Angaben in diesem Artikel haben den Stand: Oktober 2026. Jede Zahl stammt von der Website des jeweiligen Anbieters, abgerufen am 3. Oktober 2026.
Was dieser Vergleich prüft und was nicht
Dieser Artikel ist das Gegenstück zum Vergleich der Storage-VPS-Anbieter in Deutschland. Dort ging es um viel Speicherplatz für Backups. Hier geht es um normale VPS-Tarife für Websites, eigene Dienste und Experimente. VPS steht für virtueller privater Server. Speicher-Tarife lasse ich deshalb weg.
Verglichen werden die Details, die sich selten ändern und erst nach dem Kauf auffallen: Abrechnung, Laufzeit und Kündigungsfrist, geteilte oder dedizierte CPU, Traffic und IPv6, Backups, Standorte und der AV-Vertrag. Jede Angabe stammt von der Website des Anbieters selbst, nicht aus Vergleichsportalen. Was sich dort nicht eindeutig belegen ließ, steht hier nicht oder ist als offen markiert.
Für diesen Artikel wurden keine Benchmarks gemessen. Die Leistung schwankt sogar zwischen zwei Servern desselben Tarifs, weil sie davon abhängt, auf welchem Host Ihr Server landet. Testen Sie deshalb den Server, den Sie tatsächlich bekommen. Dafür gibt es die Abnahmeprüfung für günstige VPS-Angebote, die Sie in den ersten Tagen nach der Bestellung ausführen. Bei einem Anbieter mit Testphase oder stündlicher Abrechnung kostet ein Fehlgriff dann wenig.
Achten Sie bei jedem Preis auf die Mehrwertsteuer (MwSt.). Hetzner und die US-Anbieter nennen Nettopreise. netcup, IONOS, STRATO und Contabo zeigen auf ihren deutschen Seiten Preise inklusive 19 % MwSt. Wo ein Preis netto ist, steht das hier dabei. Einen allgemeinen Überblick über die Preisklassen gibt der Artikel was ein VPS im Monat kostet.
Stündlich oder monatlich: wie rechnen die Anbieter ab?
Die Abrechnungsart entscheidet, was ein kurzer Test kostet. Bei stündlicher Abrechnung zahlen Sie für einen Server, der zwei Stunden lief, ein paar Cent. Bei monatlicher Abrechnung zahlen Sie den ganzen Monat, oft dazu eine Einrichtungsgebühr. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner Cloud: stündlich, mit dem Monatspreis als Obergrenze. Angefangene Stunden rundet Hetzner auf. Ein ausgeschalteter Server kostet weiter. Erst das Löschen beendet die Abrechnung.
- netcup: monatlich oder in frei wählbaren Abrechnungsperioden. netcup schreibt, bei einigen Produkten sei auch eine stundengenaue Abrechnung möglich. Für welche VPS-Tarife das gilt, geht aus den Produktseiten nicht eindeutig hervor.
- IONOS VPS: Die Grundgebühr wird monatlich im Voraus berechnet. Zusätzliche virtuelle Maschinen im selben Vertrag rechnet IONOS laut seinen Server-Bedingungen minutengenau ab, auf Basis eines 30-Tage-Preises.
- STRATO: Monatspreis, im Voraus fällig für die gewählte Laufzeit. Eine stündliche Abrechnung habe ich auf den STRATO-Seiten nicht gefunden.
- Contabo: nur monatlich. Laut Contabo-Hilfe lässt sich der Abrechnungszeitraum nicht anpassen.
- DigitalOcean: sekundengenau, mindestens 60 Sekunden, mit Monatsdeckel.
- Vultr und Akamai (Linode): stündlich, mit Monatsdeckel. Bei Vultr kostet ein gestoppter Server weiter, bis Sie ihn löschen.
- SSD Nodes: Vorauszahlung für einen Monat, ein Jahr oder drei Jahre. Die Preise auf der Preisseite gelten für die Laufzeit von drei Jahren.
Hetzner hat zum 15. Juni 2026 die Cloud-Preise für neue Bestellungen angehoben. Bestehende Server behalten laut Hetzner ihre Konditionen. Der kleinste Tarif CX23 (2 vCPU, 4 GB RAM) kostet seitdem 5,49 € netto im Monat. Der CX33 (4 vCPU, 8 GB RAM) kostet 8,49 € netto im Monat oder 0,0136 € pro Stunde. Mit 19 % MwSt. sind das beim CX33 rund 10,10 €. Dazu kommt eine IPv4-Adresse für 0,50 € netto im Monat.
Wie lange binden Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist?
Die Kündigungsfrist ist das Detail, das am häufigsten Geld kostet. Wer den Termin verpasst, zahlt eine weitere Laufzeit, denn fast alle Verträge verlängern sich automatisch. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner Cloud: keine Mindestlaufzeit. Sie löschen den Server in der Hetzner Console, und das wirkt sofort. Die allgemeine Hetzner-Regel „30 Tage zum Monatsende“ gilt laut Hetzner-Dokumentation ausdrücklich nicht für Cloud-Server.
- netcup: Mindestlaufzeit nach Wahl 1, 12 oder 24 Monate. Laut AGB (Ziffer 6.1) gilt eine Frist von einem Monat zum Monatsende, frühestens zum Ende der Mindestlaufzeit. Verträge über 24 Monate verlängern sich jeweils um 12 Monate, wenn niemand mit einem Monat Frist zum Laufzeitende kündigt. Die Kündigung geht in Textform im Customer Control Panel (CCP).
- IONOS: Die Server-Vergleichsseite nennt eine „monatliche Kündigungsfrist für vServer (VPS)“. Die allgemeinen AGB setzen 12 Monate Mindestlaufzeit an, falls nichts anderes vereinbart ist. Welche Laufzeit Ihr Tarif hat, zeigt der Bestellprozess. Prüfen Sie es dort. Neue VPS lassen sich laut IONOS 30 Tage lang testen, mit einer Geld-zurück-Garantie im ersten Monat.
- STRATO: Laufzeiten von 1, 6 oder 12 Monaten. Laut AGB (Ziffer 9.1) kündigen Sie mit einem Monat Frist zum Ende der ersten Laufzeit. Danach läuft der Vertrag unbefristet weiter und ist mit einem Monat Frist kündbar. Liegt die Bestellung weniger als 30 Tage zurück, bietet der Kunden-Login zusätzlich eine Stornierung an.
- Contabo: Mindestlaufzeit 1 Monat, wählbar sind 1, 3, 6 oder 12 Monate. Die Folgelaufzeit ist so lang wie die zuerst gewählte. Die VPS-Seite nennt als Kündigungsfrist „keine (pre-paid) oder 4 Wochen (post-paid)“. Die AGB (§ 5) nennen dagegen vier Wochen zum Ende der Laufzeit, ohne diese Unterscheidung. Kündigen Sie deshalb mindestens vier Wochen vor Ablauf. Dann erfüllen Sie beide Texte.
- SSD Nodes: Der Vertrag verlängert sich um die ursprüngliche Laufzeit. Sie kündigen schriftlich im Client Area, spätestens 24 Stunden vor dem Verlängerungsdatum. In den ersten 14 Tagen nach dem Kauf können Sie ohne Kosten stornieren.
Tragen Sie den letzten Kündigungstag gleich nach der Bestellung in Ihren Kalender ein. Bei netcup mit 24 Monaten und bei Contabo mit 12 Monaten verlängert ein verpasster Termin den Vertrag um ein ganzes Jahr.
Geteilt oder dediziert: was bedeutet „vCPU“ bei diesen Anbietern?
Eine vCPU ist ein virtueller Prozessorkern. Bei einem geteilten Tarif (englisch shared) teilen sich mehrere Kunden die physischen Kerne eines Hosts. Arbeiten die Nachbarn viel, bekommt Ihr Server weniger Rechenzeit. Das sehen Sie als Steal Time, also als die Zeit, in der Ihre vCPU rechnen wollte, aber warten musste. In top steht sie in der Spalte st. Wie Sie das richtig messen, erklärt der Artikel über CPU-Steal-Time und laute Nachbarn auf dem VPS. Bei einem dedizierten Tarif gehören die Kerne nur Ihrem Server. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner: Die Familien Cost-Optimized (CX sowie CAX mit Arm-Prozessoren) und Regular Performance (CPX) nutzen geteilte Ressourcen. Die Familie General Purpose (CCX) hat dedizierte vCPUs. Der kleinste CCX13 mit 2 dedizierten vCPU und 8 GB RAM kostet 42,99 € netto im Monat.
- netcup: Laut netcup teilen sich vServer die Hardware mit anderen Instanzen, „bieten aber garantierte Ressourcen“. Die Root-Server von netcup haben dedizierte CPU-Kerne. Der RS 1000 G12.5 mit 4 dedizierten Kernen und 8 GB RAM kostet 25,00 € im Monat bei einem Monat Laufzeit, inklusive MwSt.
- IONOS: Die VPS-Seite spricht von „eigenen Ressourcen wie CPU, RAM und Storage“. Ob die CPU-Kerne geteilt oder dediziert sind, steht dort nicht. Fragen Sie vor der Bestellung nach, wenn es für Sie wichtig ist.
- STRATO: eindeutig geteilt. STRATO schreibt: „Mit einem VPS teilen Sie sich die CPU-Leistung mit anderen Nutzenden.“ Garantiert sind nur RAM und Speicherplatz.
- Contabo: Die normalen Cloud VPS sind geteilt. Dedizierte Kerne gibt es als Virtual Dedicated Server (VDS), die Contabo ausdrücklich vom „Shared VPS“ abgrenzt.
- DigitalOcean, Vultr, Akamai: Die Basis-Tarife (Basic Droplets, Cloud Compute, Shared CPU) sind geteilt.
- SSD Nodes: Die Preisseite nennt Intel-Silver-vCPUs, sagt aber nicht, ob sie geteilt oder dediziert sind.
Ein geteilter Kern ist kein Mangel. Für eine Website mit wenig Last reicht er. Zum Problem wird er bei Dauerlast, etwa bei langen Builds oder einem Spieleserver. Dann zahlt sich ein dedizierter Kern aus, obwohl er deutlich mehr kostet.
Traffic, IPv4 und IPv6: was ist im Preis enthalten?
„Unbegrenzt“ heißt bei fast allen Anbietern: keine Abrechnung nach Volumen, aber eine Grenze bei der Bandbreite oder eine Fair-Use-Regel. Die Grenze steht meist in einer Fußnote. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner: 20 TB pro Monat an den EU-Standorten für CX, CAX und CPX. Darüber kostet jedes TB 1 € netto. Gezählt wird nur ausgehender Traffic. IPv6 ist kostenlos, eine primäre IPv4-Adresse kostet 0,50 € netto im Monat. Sie können einen Server auch ganz ohne IPv4 anlegen.
- netcup: Traffic inklusive. Bei den VPS G12.5 drosselt netcup vorübergehend auf 200 MBit/s, wenn der durchschnittliche Verkehr der letzten 24 Stunden 2 TB überschreitet. Die Anbindung hat 2,5 GBit/s. IPv4 und IPv6 sind standardmäßig dabei. Wer nur IPv6 bucht, spart 0,60 € im Monat.
- IONOS: „Unbegrenzt Traffic bis zu 1 Gbit/s“. Eine IPv4-Adresse und ein IPv6-Netz der Größe /80 sind inklusive. Jede weitere IPv4-Adresse kostet 5 € im Monat.
- STRATO: Inklusiv-Traffic „unlimited“, Anbindung bis zu 1.000 MBit/s. Eine IPv4-Adresse ist dabei, IPv6 laut Datenblatt „vorhanden“.
- Contabo: Eingehender Traffic ist unbegrenzt. Ausgehender Traffic ist ebenfalls unbegrenzt, aber mit einer Fair-Use-Regel nach durchschnittlicher Serverauslastung. Der Port ist je nach Tarif begrenzt: beim kleinsten Cloud VPS 4 auf 200 Mbit/s, erst ab Cloud VPS 16 auf 1 Gbit/s. IPv4 und IPv6 sind in jedem Tarif enthalten.
- DigitalOcean: festes Kontingent je Tarif, darüber 0,01 $ pro GiB. IPv6 gibt es ohne Aufpreis.
- Vultr: 2 TB pro Konto plus ein Kontingent je Server, darüber 0,01 $ pro GB. IPv6 müssen Sie beim Anlegen des Servers aktivieren.
- Akamai (Linode): 1 TB beim kleinsten Tarif, darüber 0,005 $ pro GB. Jeder Linode bekommt automatisch eine IPv6-Adresse.
- SSD Nodes: 4 TB ausgehender Traffic pro Monat beim kleinsten Tarif. Für Mehrverbrauch gibt es keine Gebühr. SSD Nodes benachrichtigt Sie aber und kann den Server sperren, wenn Sie nicht reagieren. IPv6 ist inklusive.
Die 200 Mbit/s beim kleinsten Contabo-Tarif reichen für eine Website. Für einen Server, der große Dateien ausliefert, sind sie eine echte Grenze, denn eine Datei von 1 GB braucht damit mindestens 40 Sekunden.
Snapshots und Backups: was kostet zusätzlich?
Ein Snapshot ist ein Abbild der Festplatte zu einem festen Zeitpunkt. Ein Backup ist eine Kopie, die regelmäßig und automatisch entsteht. Beide liegen meist beim selben Anbieter wie der Server. Sie helfen deshalb nach einem kaputten Update, aber nicht, wenn Ihr Konto gesperrt ist oder der Anbieter ausfällt. Für eine Kopie außer Haus eignet sich ein Speicher-Server. Welcher in Deutschland passt, steht im Artikel über Storage-VPS mit deutschem Standort. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner: Backups kosten 20 % des Serverpreises und bieten sieben Backup-Plätze. Snapshots rechnet Hetzner pro GB und Monat ab, nach komprimierter Größe.
- netcup: Snapshots (Copy-on-Write) sind im VPS enthalten. Ein Export eines Snapshots ist einmal pro Server kostenlos.
- IONOS: Backup ist optional und kostet ab 6 Cent pro GB und Monat.
- STRATO: Laut STRATO gehören Backups „nicht zum Lieferumfang der VPS Tarife“. STRATO rät selbst, die Daten per Cronjob auf externen Speicher zu sichern.
- Contabo: 1 Snapshot beim Cloud VPS 4, 2 beim Cloud VPS 6, 3 ab Cloud VPS 8. Contabo löscht Snapshots nach 30 Tagen. Auto Backup gibt es als Zusatzoption, mit täglichen Sicherungen, die bis zu 10 Tage aufbewahrt werden. Den Preis zeigt Contabo erst im Bestellprozess.
- DigitalOcean: Wöchentliche Backups kosten 20 %, tägliche 30 % des Droplet-Preises. Snapshots kosten 0,06 $ pro GB und Monat.
- Vultr: Backups kosten 20 % des Serverpreises, Snapshots 0,05 $ pro GB und Monat.
- SSD Nodes: Snapshots gibt es als Zusatzoption. Die Nutzungsbedingungen sagen selbst, dass Snapshots kein Ersatz für regelmäßige, geprüfte Backups sind.
Steht der Server wirklich in Deutschland?
Für viele Firmen ist der Serverstandort eine Vorgabe, zum Beispiel aus dem eigenen Datenschutzkonzept oder aus Kundenverträgen. Prüfen Sie ihn vor der Bestellung, denn bei mehreren Anbietern lässt er sich später nicht ändern. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner: Falkenstein (
fsn1) und Nürnberg (nbg1) in Deutschland. Helsinki liegt in derselben Netzwerkzone, ist aber in Finnland. - netcup: Nürnberg ist der einzige deutsche Standort. Weitere Standorte sind Wien, Amsterdam, Manassas (USA) und Singapur.
- IONOS: Das Rechenzentrum wählen Sie bei der Bestellung. Laut den Server-Bedingungen lässt es sich danach nicht mehr ändern. Die aktuelle VPS-Seite nennt keine Stadt.
- STRATO: Bei der Bestellung wählen Sie Deutschland, Spanien oder Frankreich. Eine Stadt nennen die VPS-Seiten nicht.
- Contabo: Hier ist Vorsicht nötig. Die Standortseite führt Europa als „Hub Europe“. Laut einem Contabo-Hilfeartikel werden Server aus Nürnberg in diesen Hub migriert. Contabos eigener Blog nennt als europäischen Haupt-Hub das Rechenzentrum in Lauterbourg, auf der französischen Seite der Grenze. Einen deutschen Standort für neue Cloud VPS konnte ich auf den Contabo-Seiten nicht belegen.
- Frankfurt bei internationalen Anbietern: DigitalOcean (Region
fra1), Vultr, Akamai und SSD Nodes betreiben Server in Frankfurt. Was der Standort für Latenz und Anbindung bedeutet, steht im Artikel über VPS-Hosting in Frankfurt.
Ein Rechenzentrum in Frankfurt macht den Anbieter nicht zu einem deutschen Vertragspartner. DigitalOcean, Vultr und Akamai sind US-Unternehmen. Für Ihre Datenschutzbewertung zählt deshalb auch, wo der Vertragspartner sitzt, und nicht nur, wo die Festplatte steht.
AV-Vertrag nach DSGVO: lässt er sich selbst abschließen?
Speichert Ihr Server personenbezogene Daten, etwa aus einem Kontaktformular oder aus Kundenkonten, dann ist der Hoster Ihr Auftragsverarbeiter. Dafür brauchen Sie mit ihm einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV, oft auch AV-Vertrag) nach Art. 28 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Bei allen fünf deutschen Anbietern geht das ohne Papier. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner: im Kundenaccount unter accounts.hetzner.com, per Zustimmung und ohne handschriftliche Unterschrift. Bis zu sechs AV-Verträge können gleichzeitig bestehen.
- netcup: im CCP unter Stammdaten, Auftragsverarbeitung, mit der Schaltfläche „AV-Vertrag generieren“. Eine elektronische Unterschrift genügt.
- IONOS: Seit dem 19.07.2022 ist die AVV Bestandteil der IONOS-AGB. Für ältere Verträge schließen Sie sie online im Konto ab.
- STRATO: Für Verträge ab dem 18.07.2022 gilt die AVV automatisch. Für ältere Verträge geht es kostenlos im Kunden-Login unter Kundendaten und Auftragsverarbeitung.
- Contabo: im Customer Control Panel unter „Datenverarbeitungsvertrag“. Sie wählen Dienste und Datenarten aus und schließen den Vertrag online ab.
- DigitalOcean: Mit den Nutzungsbedingungen akzeptieren Sie automatisch das Data Processing Agreement (DPA, das englische Gegenstück zur AVV).
- Vultr: Das DPA fordern Sie per Support-Ticket an und unterschreiben es elektronisch.
- SSD Nodes: Die Nutzungsbedingungen beschreiben SSD Nodes als Auftragsverarbeiter. Ein eigenes AVV-Dokument zum Selbstabschluss habe ich auf der Website nicht gefunden.
Was Sie über den Vertrag hinaus prüfen sollten, etwa Unterauftragnehmer und Löschfristen, steht in der DSGVO-Checkliste für Storage-VPS. Die Punkte dort gelten für einen normalen VPS genauso.
Was kostet ein VPS mit 4 vCPU und 8 GB RAM?
Diese Größe ist ein typischer Server für mehrere Dienste. Die Preise stammen von den Preisseiten der Anbieter am 3. Oktober 2026. Direkt vergleichbar sind sie nicht, denn CPU-Art, Speicher und Laufzeit unterscheiden sich. Stand: Oktober 2026.
- Hetzner CX33 (geteilte vCPU): 8,49 € netto im Monat, stündlich abgerechnet, ohne Laufzeit. Mit MwSt. sind das rund 10,10 €. Dazu kommt die IPv4-Adresse.
- netcup VPS 1000 G12.5 (4 vCores, 128 GB SSD): 16,68 € bei 1 Monat Laufzeit, 14,50 € bei 12 Monaten, 12,32 € bei 24 Monaten, jeweils inklusive MwSt.
- IONOS VPS L+ (4 vCores, 240 GB NVMe): 7 € im Monat für die ersten drei Monate, danach 22 €, dazu 10 € Einrichtung, inklusive MwSt.
- STRATO VPS L (4 vCores, 240 GB NVMe): bei 1 Monat Laufzeit 20 € im Monat plus 9 € Einrichtung. Bei 12 Monaten 5 € im Monat für drei Monate, danach 20 €. Inklusive MwSt.
- Contabo Cloud VPS 4 (4 vCPU, 100 GB SSD): Contabo zeigt einen effektiven Monatspreis inklusive Steuern für eine lange Laufzeit. Die deutsche VPS-Seite bezieht ihn auf 12 Monate, die Preisübersicht auf 24 Monate. Den Preis für Ihre Laufzeit sehen Sie erst im Konfigurator. Deshalb nenne ich hier keine Zahl.
Rechnen Sie bei einem Aktionspreis immer mit dem Preis danach. Bei IONOS kostet der VPS L+ im ersten Jahr 3 × 7 € plus 9 × 22 € plus 10 € Einrichtung, zusammen 229 €. Ab dem zweiten Jahr sind es 264 €. Bei STRATO kostet der VPS L mit 12 Monaten Laufzeit im ersten Jahr 195 € und ab dem zweiten Jahr 240 €, jeweils ohne eine mögliche Einrichtungsgebühr.
Wo SSD Nodes passt und wo ein deutscher Anbieter besser ist
SSD Nodes betreibt einen Standort in Frankfurt. Der kleinste Tarif KVM/SMALL hat 2 vCPU, 8 GB RAM und 160 GB SSD. Er kostet 66 $ pro Jahr, wenn Sie drei Jahre im Voraus bezahlen, also 5,50 $ im Monat, ohne Steuern. Kürzere Laufzeiten wählen Sie im Warenkorb, zu einem anderen Preis. IPv6 und 4 TB ausgehender Traffic pro Monat sind dabei. Stand: Oktober 2026.
Das passt, wenn Sie einen Server mit viel RAM für Jahre planen und die Vorauszahlung Sie nicht stört. In anderen Fällen ist ein deutscher Anbieter die bessere Wahl. Für stündliche Tests ist Hetzner Cloud besser, weil SSD Nodes nicht stündlich abrechnet. Für eine Firma, die einen AV-Vertrag im Self-Service und einen deutschen Vertragspartner braucht, sind netcup und Hetzner besser. Wer jeden Monat kündigen können will, ist bei Hetzner oder einem Monatstarif von netcup richtig.
Welcher VPS-Anbieter passt zu welcher Aufgabe?
Der erste VPS zum Lernen
Hetzner Cloud. Sie zahlen pro Stunde und löschen einen falsch konfigurierten Server einfach wieder. Ein Neuanfang kostet dann Cent-Beträge statt einer Monatsgebühr. IPv6 ist kostenlos. Das ist zum Üben nützlich, weil Sie so beide Protokolle kennenlernen. Was Sie mit einem eigenen Server an Pflichten übernehmen, etwa Updates und Firewall, beschreibt der Artikel was Sie mit einem gemieteten VPS übernehmen. Wenn Sie lieber einen festen Monatspreis mit Testphase haben, ist IONOS die Alternative. Rechnen Sie dort aber mit dem Preissprung nach drei Monaten.
Die kleine Firmenwebsite mit AV-Vertrag
netcup oder Hetzner. Beide haben Standorte in Deutschland und einen AV-Vertrag im Self-Service. netcup ist mit 12 Monaten Laufzeit günstiger als mit einem Monat und hat Snapshots inklusive. Hetzner ist flexibler, berechnet Backups aber extra. Wer Vertrag und Rechnung lieber bei einem der großen deutschen Massenhoster hat, nimmt IONOS oder STRATO. Dort steht die AVV schon in den AGB. Bei STRATO müssen Sie die Backups selbst organisieren, weil keine enthalten sind. Contabo passt hier nur, wenn der Serverstandort Deutschland für Sie keine Vorgabe ist.
Der Self-Hosting-Server mit viel RAM
Für Dienste wie Nextcloud, eine Datenbank oder mehrere Docker-Container zählt vor allem der Arbeitsspeicher. Contabo bietet schon im kleinsten Cloud VPS 8 GB RAM und im Cloud VPS 8 bereits 24 GB. netcup liefert mit dem VPS 2000 G12.5 16 GB RAM für 26,92 € im Monat bei 12 Monaten Laufzeit, inklusive MwSt. Bei beiden ist die CPU geteilt, und bei beiden binden Sie sich für günstige Preise länger. Bei Contabo kommen der begrenzte Port der kleinen Tarife und der unklare Standort hinzu. SSD Nodes ist hier ebenfalls eine Option, wenn Sie für drei Jahre planen.
Kurzlebige Testmaschinen im Stundentakt
Hetzner Cloud, oder in Frankfurt DigitalOcean, Vultr und Akamai. netcup, STRATO und Contabo passen nicht, weil Sie dort mindestens einen Monat zahlen. Löschen Sie Testserver nach dem Test, statt sie nur auszuschalten, denn bei Hetzner und Vultr kostet ein gestoppter Server weiter. Löschen Sie auch alte Snapshots, weil die pro GB berechnet werden. Wer stündlich abrechnende Cloud-Anbieter genauer vergleichen will, findet mehr im Überblick über Alternativen zu DigitalOcean.
Vor der Bestellung: fünf Prüfungen
- Lesen Sie Laufzeit und Kündigungsfrist im Warenkorb, nicht nur auf der Werbeseite. Tragen Sie den letzten Kündigungstag in Ihren Kalender ein.
- Addieren Sie den Preis nach der Aktion und die Einrichtungsgebühr. Rechnen Sie Nettopreise mit 19 % MwSt. um.
- Wählen Sie den Standort bei der Bestellung bewusst aus und prüfen Sie ihn in der Bestellbestätigung.
- Schließen Sie den AV-Vertrag ab, bevor die ersten echten Kundendaten auf dem Server landen.
- Prüfen Sie den Server in den ersten Tagen mit der Abnahmeprüfung aus unserem Leitfaden zu günstigen VPS-Angeboten, solange eine Testphase oder Stornomöglichkeit noch läuft.
FAQ
Welcher VPS-Anbieter in Deutschland rechnet pro Stunde ab?
Hetzner Cloud rechnet stündlich ab, mit dem Monatspreis als Obergrenze, und hat Standorte in Falkenstein und Nürnberg. Ein Server kostet Geld, bis Sie ihn löschen, auch wenn er ausgeschaltet ist. netcup, STRATO und Contabo rechnen in der Regel monatlich ab. Internationale Anbieter mit Standort Frankfurt, also DigitalOcean, Vultr und Akamai, rechnen ebenfalls stündlich oder sekundengenau ab. Stand: Oktober 2026.
Welche Kündigungsfrist gilt bei netcup, IONOS, STRATO und Contabo?
Bei netcup gilt ein Monat zum Monatsende, frühestens zum Ende der Mindestlaufzeit von 1, 12 oder 24 Monaten. Bei STRATO gilt ein Monat zum Ende der ersten Laufzeit, danach ein Monat zu jedem Zeitpunkt. IONOS nennt für VPS eine monatliche Kündigungsfrist. Die genaue Laufzeit zeigt der Bestellprozess. Contabo nennt auf der Produktseite keine Frist bei Vorkasse und vier Wochen bei Zahlung im Nachhinein. Die AGB nennen vier Wochen. Kündigen Sie bei Contabo deshalb mindestens vier Wochen vor Ablauf. Stand: Oktober 2026.
Kann ich den AV-Vertrag beim Hoster selbst online abschließen?
Ja, bei allen großen deutschen Anbietern. Bei Hetzner geht es im Kundenaccount, bei netcup im Customer Control Panel und bei Contabo im Kundenportal. Bei IONOS und STRATO ist die AVV seit Juli 2022 Teil der AGB. Für ältere Verträge schließen Sie sie online im Konto ab. DigitalOcean nimmt das DPA automatisch in die Nutzungsbedingungen auf. Vultr schickt es auf Anfrage zur elektronischen Unterschrift.
Sind die vCPUs bei günstigen VPS geteilt?
Meistens ja. STRATO, Contabo (Cloud VPS), netcup (VPS) und die Hetzner-Familien CX, CAX und CPX nutzen geteilte CPU-Ressourcen. Dedizierte Kerne bekommen Sie bei netcup als Root-Server, bei Hetzner als CCX und bei Contabo als VDS, jeweils deutlich teurer. Geteilte Kerne reichen für Websites mit wenig Last. Bei Dauerlast lohnt ein Blick auf die Steal Time, die top in der Spalte st anzeigt.
Steht ein Contabo-VPS in Deutschland?
Das ließ sich auf den Contabo-Seiten nicht belegen. Die Standortseite nennt für Europa den „Hub Europe“, und laut Contabo werden Server aus Nürnberg dorthin migriert. Contabos Blog nennt als europäischen Haupt-Hub Lauterbourg in Frankreich, direkt an der deutschen Grenze. Brauchen Sie einen Serverstandort in Deutschland, lassen Sie ihn sich vor der Bestellung schriftlich bestätigen. Oder wählen Sie Hetzner, netcup, IONOS oder STRATO.