Nextcloud Kosten in Deutschland: Hoster, VPS, Enterprise
Was Nextcloud in Deutschland kostet: Managed bei Hetzner für 5,11 € im Monat, eigener VPS ohne Lizenz, Enterprise erst ab 100 Nutzern. Dazu der AVV für Kanzlei und Praxis.
Was kostet Nextcloud in Deutschland?
Nextcloud kostet in Deutschland zwischen 5,11 € im Monat für eine verwaltete Instanz und mehreren tausend Euro im Jahr für ein Enterprise-Abo. Dazwischen liegt der eigene VPS (virtueller privater Server). Dort zahlen Sie keine Lizenz, aber Server, Backup, Domain und Ihre Arbeitszeit kosten Geld. Welcher Weg am günstigsten ist, hängt vor allem an zwei Fragen: Wie viele Personen nutzen das System, und brauchen Sie einen Supportvertrag mit dem Hersteller?
In Deutschland haben Sie drei Wege. Erstens Managed Nextcloud bei einem deutschen Hoster, hier Hetzner und IONOS. Zweitens der Betrieb auf einem eigenen VPS. Drittens ein Enterprise-Abo direkt bei der Nextcloud GmbH. Alle Preise unten haben wir am 20. Oktober 2026 auf den Seiten der Anbieter gelesen (Stand: Oktober 2026). Preise ändern sich. Prüfen Sie die Seiten der Anbieter deshalb vor einer Entscheidung.
Den Unterschied zwischen dem freien Nextcloud Hub und der Enterprise-Ausgabe wiederholen wir hier nicht. Den erklärt der Vergleich von Nextcloud Hub und Nextcloud Enterprise. Hier geht es nur um die Rechnung.
Die Daten hinter diesem Diagramm
[
{
"plan": "Hetzner NX11 (1 TB)",
"preis_eur_monat": 5.11,
"eur_pro_tb_monat": 5.11
},
{
"plan": "Hetzner NX21 (5 TB)",
"preis_eur_monat": 16.89,
"eur_pro_tb_monat": 3.38
},
{
"plan": "Hetzner NX31 (10 TB)",
"preis_eur_monat": 32.59,
"eur_pro_tb_monat": 3.26
},
{
"plan": "IONOS 500 GB",
"preis_eur_monat": 6,
"eur_pro_tb_monat": 12
},
{
"plan": "IONOS 3 TB",
"preis_eur_monat": 20,
"eur_pro_tb_monat": 6.67
},
{
"plan": "IONOS 10 TB",
"preis_eur_monat": 120,
"eur_pro_tb_monat": 12
}
]Das Diagramm zeigt 6 Tarife. Die Datentabelle darunter nutzt den Punkt als Dezimalzeichen, 5.11 bedeutet also 5,11 €. Die Spalte eur_pro_tb_monat ist unsere eigene Rechnung: Monatspreis geteilt durch den Speicher in Terabyte. Der 1-TB-Tarif von IONOS fehlt mit Absicht. Den Grund finden Sie im Abschnitt zu IONOS.
Der eigene VPS und das Enterprise-Abo stehen nicht im Diagramm. Für den VPS gibt es keinen einzelnen Preis, weil Sie die Posten selbst zusammenstellen. Enterprise rechnet pro Benutzer und Jahr und ohne MwSt., also in einer anderen Einheit. Beide Wege haben unten eigene Abschnitte.
Weg 1: Managed Nextcloud bei einem deutschen Hoster
Bei Managed Nextcloud mieten Sie eine fertige Nextcloud-Instanz und keinen leeren Server. Sie legen Benutzer an und laden Daten hoch. Was der Hoster beim Betrieb genau übernimmt, steht in der Leistungsbeschreibung des jeweiligen Tarifs. Lesen Sie sie vor der Bestellung.
Hetzner Storage Share
Hetzner verkauft Managed Nextcloud unter dem Namen Storage Share. Laut der deutschen Produktseite kosten die drei Tarife jeweils inklusive 19 % MwSt. (Stand: Oktober 2026):
- NX11 mit 1 TB: 5,11 € pro Monat
- NX21 mit 5 TB: 16,89 € pro Monat
- NX31 mit 10 TB: 32,59 € pro Monat
Die englische Seite nennt dieselben Tarife netto: 4,29 €, 14,19 € und 27,39 €. Vor dem Monatspreis steht auf der Seite „max/mo.“, und daneben steht ein Stundenpreis, beim NX11 zum Beispiel 0,0082 € inklusive MwSt. Was „max/mo.“ genau bedeutet, erklärt die Seite nicht. Rechnen Sie deshalb mit dem vollen Monatsbetrag. Aufs Jahr gerechnet sind das beim NX11 61,32 € und beim NX31 391,08 €.
Für Teams ist ein Punkt wichtiger als der Preis. Alle drei Tarife haben unbegrenzt viele Benutzer. Laut den FAQ auf der Seite hat jeder Benutzer ein unbegrenztes Kontingent bis zum Limit seiner kompletten Instanz. Die Grenze ist also der Speicher und nicht die Zahl der Personen. Gehostet wird laut Hetzner in Falkenstein, der Standort heißt FSN1.
Der Vertrag ist flexibel. Die Seite schreibt: „Keine Mindestvertragslaufzeit. Keine Kündigungsfrist.“ Eine Einrichtungsgebühr nennt sie nicht. Für den Datenschutz wichtig: Hetzner schreibt, dass ein AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO online abgeschlossen werden kann. Mehr dazu im Abschnitt zum AVV weiter unten.
IONOS Managed Nextcloud
IONOS bietet Managed Nextcloud in vier Größen an. Jeder Tarif hat eine feste Zahl an Anwendern. Laut Fußnote verstehen sich die Preise inklusive MwSt. (Stand: Oktober 2026):
- 500 GB, 5 Anwender: 6 € pro Monat, „monatlich kündbar“
- 1 TB, 10 Anwender: Aktionspreis 1 € pro Monat für 3 Monate
- 3 TB, 25 Anwender: 20 € pro Monat, „monatlich kündbar“
- 10 TB, 50 Anwender: 120 € pro Monat, „monatlich kündbar“
Beim 1-TB-Tarif steht neben dem Aktionspreis ein Betrag von 9 €. Welcher Preis nach den drei Monaten gilt, schreibt die Seite nicht. Deshalb fehlt dieser Tarif im Diagramm. Fragen Sie vor der Bestellung nach dem regulären Preis. Die Fußnote sagt außerdem, dass Angebote „teils abhängig von Mindestvertragslaufzeiten“ sind. Für den 1-TB-Tarif nennt die Seite keine Laufzeit. Eine Einrichtungsgebühr nennt sie für keinen der vier Tarife.
Zum Standort schreibt IONOS, dass die Daten „DSGVO-konform in deutschen Rechenzentren gespeichert“ werden. Auf derselben Seite gibt es einen zweiten Reiter für Nextcloud Workspace. Das ist ein eigenes Produkt mit eigenen Preisen, das wir hier nicht vergleichen.
Hetzner oder IONOS: Was zeigt der Vergleich?
Pro Terabyte ist jeder Hetzner-Tarif günstiger als jeder IONOS-Tarif. Der NX31 kostet rund 3,26 € pro TB und Monat, der 10-TB-Tarif von IONOS 12 €. Der größere Unterschied liegt aber bei den Nutzern. Bei IONOS kaufen Sie mit dem Speicher eine Obergrenze an Anwendern. Eine Kanzlei mit 12 Personen passt weder in den 500-GB-Tarif noch in den 1-TB-Tarif mit 10 Anwendern. Sie muss den 3-TB-Tarif nehmen, auch wenn sie den Speicher nicht braucht. Bei Hetzner zahlt dieselbe Kanzlei nur für den Speicher.
Wir vergleichen hier nur Preis, Speicher, Nutzerzahl und Vertragslaufzeit. Funktionsumfang und Support unterscheiden sich ebenfalls. Legen Sie die Leistungsbeschreibungen beider Tarife nebeneinander, bevor Sie sich festlegen.
Weg 2: Nextcloud selbst auf einem VPS betreiben
Nextcloud Hub ist freie Software. Auf einem eigenen Server zahlen Sie deshalb keine Lizenzgebühr. Günstig ist dieser Weg aber nur, wenn Sie alle Posten mitrechnen. Es sind vier:
- Der Server selbst. Ein VPS kostet einen festen Monatsbetrag, der vor allem von Arbeitsspeicher und Speicherplatz abhängt. Welche Größen es gibt, zeigt der Überblick, was ein VPS kostet.
- Ein Backup-Ziel außerhalb des Servers. Ein Backup auf demselben Server hilft nicht, wenn genau dieser Server ausfällt oder gelöscht wird. Sie brauchen also einen zweiten Speicherort. Welche Art von Speicher sich dafür lohnt, erklärt der Vergleich von Speicher-VPS und Managed Storage Box.
- Eine Domain. Für TLS (Transport Layer Security), also für HTTPS, brauchen Sie einen Namen, auf den das Zertifikat ausgestellt wird. Die Domain bezahlen Sie jährlich bei einem Registrar.
- Ihre Arbeitszeit. Updates, Überwachung, Wiederherstellungstests und Fehlersuche erledigt niemand außer Ihnen.
Der vierte Posten wird am häufigsten vergessen. Schätzen Sie die Stunden pro Monat und multiplizieren Sie sie mit Ihrem Stundensatz. Legen Sie das Ergebnis neben den Monatspreis eines Managed-Tarifs. Liegt Ihre Zeit allein schon darüber, ist der Managed-Tarif für Sie die günstigere Wahl, auch wenn der Server billiger aussieht.
Wie der Aufbau mit Docker und einem TLS-Zertifikat konkret aussieht, zeigt die Anleitung für Nextcloud auf einem VPS mit Docker, TLS und Backups. Dort steht auch, wie Sie die Backups automatisieren. Wo ein kleiner Server an seine Grenzen stößt, beschreibt der Artikel zu den Grenzen von Nextcloud auf einem VPS.
Der VPS hat einen Vorteil, den kein Managed-Tarif bietet: Sie wählen jede App und jede Einstellung selbst. Das gilt auch für Office. Collabora oder ONLYOFFICE betreiben Sie dann selbst, meist als eigenen Dienst neben Nextcloud. Was beide im Selbstbetrieb verlangen, zeigt der Vergleich von ONLYOFFICE und Collabora im Selbstbetrieb.
Weg 3: Nextcloud Enterprise direkt bei der Nextcloud GmbH
Die Nextcloud GmbH verkauft Enterprise als Abo pro Benutzer und Jahr. Die Preise auf nextcloud.com/de/pricing sind netto. Die Seite schreibt: „Alle Preise sind in Euro pro Jahr, Netto (exkl. MwSt.) angegeben.“ Es gibt drei Stufen und zwei Preisspalten, ab 100 und ab 200 Benutzern (Stand: Oktober 2026):
Die Daten hinter diesem Diagramm
[
{
"plan": "Standard",
"ab_100_nutzer_eur": 71.29,
"ab_200_nutzer_eur": 53.17
},
{
"plan": "Premium",
"ab_100_nutzer_eur": 104.99,
"ab_200_nutzer_eur": 81.99
},
{
"plan": "Ultimate",
"ab_100_nutzer_eur": 204.75,
"ab_200_nutzer_eur": 183.75
}
]Ab 100 Benutzern kostet Standard 71,29 €, Premium 104,99 € und Ultimate 204,75 € pro Benutzer und Jahr. Ab 200 Benutzern sinken die Preise auf 53,17 €, 81,99 € und 183,75 €. Ein Unternehmen in Deutschland zahlt darauf 19 % MwSt.
Zwei Dinge sind im Preis nicht enthalten. Die Office-Pakete kosten in allen drei Stufen extra. Die Seite nennt Nextcloud Office auf Basis von Euro-Office, Collabora Online und Thinkfree Office. Auch Talk kostet in jeder Stufe extra. Als Einzelprodukt listet die Seite Talk mit 42 € pro Benutzer und Jahr ab 100 Benutzern und mit 31,50 € ab 250 Benutzern.
Der wichtigste Satz auf der Seite betrifft das Hosting: „Da wir kein Hosting anbieten, erhalten Mitarbeiter:innen von Nextcloud niemals Zugriff auf Ihre Daten.“ Das Abo bringt Ihnen also keinen Speicherplatz. Sie brauchen zusätzlich einen Server, im eigenen Haus oder bei einem Hoster. Die Kosten aus Weg 2 kommen damit zum Abo dazu. Zum Support schreibt die Seite: „Unser Support wird auf Englisch angeboten. Support in anderen Sprachen ist über Partner möglich.“
Was bedeutet die 100-Nutzer-Grenze für eine Kanzlei oder Praxis?
Die Preisseite ist eindeutig: „Nextcloud-Abonnements sind ab 100 Benutzer:innen erhältlich“. Einen Weg für kleinere Teams nennt sie nicht. Einen Kontakt für ein persönliches Angebot gibt es dort zum Beispiel bei der Spalte ab 200 Benutzern, aber keinen für Teams unter 100.
Für eine Kanzlei oder Praxis mit 5 bis 20 Personen heißt das: Wer direkt bei Nextcloud kauft, bezahlt mindestens 100 Lizenzen. Das folgende Diagramm zeigt unsere Rechnung für 100 Benutzer zum Preis der Spalte „ab 100“.
Die Daten hinter diesem Diagramm
[
{
"plan": "Standard",
"netto_eur_jahr_100_nutzer": 7129
},
{
"plan": "Premium",
"netto_eur_jahr_100_nutzer": 10499
},
{
"plan": "Ultimate",
"netto_eur_jahr_100_nutzer": 20475
}
]Schon die Stufe Standard kostet damit 7129 € netto im Jahr, mit 19 % MwSt. rund 8.484 €. Bei 10 tatsächlichen Nutzern sind das 712,90 € netto pro Person und Jahr. Hosting und Zusatzpakete wie Office oder Talk sind dabei noch nicht bezahlt. Zum Vergleich: Der Hetzner-Tarif NX11 kostet für dieselben 10 Personen 61,32 € im Jahr, brutto und für alle zusammen. Die Leistungen sind nicht gleich, denn Enterprise bringt den Herstellersupport. Die Größenordnung zeigt aber, für wen das Direktabo gedacht ist.
Wo bekommt ein kleines Team also Hilfe? Diese Wege stehen offen:
- Der Managed-Hoster. Bei Storage Share oder IONOS ist der Hoster Ihr Ansprechpartner für den Betrieb. Wie weit sein Support reicht, steht in seinem Tarif und nicht auf der Seite von Nextcloud.
- Ein Nextcloud-Partner. Das Verzeichnis auf nextcloud.com/partners listet Partner in Deutschland, unter anderem Netways, bitbone, 21unity und Computer Leipzig. Als Partnertypen nennt es zum Beispiel „Reseller“ und „Reseller & Hosting provider“. Ob ein Partner ein Abo für weniger als 100 Benutzer verkauft, steht weder im Verzeichnis noch auf der Preisseite. Fragen Sie den Partner direkt und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
- Ein lokaler IT-Dienstleister, der Ihre selbst gehostete Instanz betreut. Ihr Vertragspartner ist dann der Dienstleister. Herstellersupport von Nextcloud gehört nicht dazu.
- 100 Lizenzen kaufen, auch wenn Sie nur 10 brauchen. Das lohnt sich nur, wenn interne Vorgaben oder ein Kunde ausdrücklich einen Vertrag mit dem Hersteller verlangen.
Für gemeinnützige Organisationen gibt es eine Ausnahme. Laut Fair-Use-Richtlinie vergibt Nextcloud „a free license for some NGOs, small schools and other non-profits“. Die Entscheidung trifft die Nextcloud GmbH. Sie behält sich vor, das Programm ohne Vorankündigung zu ändern oder zu beenden. Ein Verein sollte also erst mit dieser Lizenz planen, wenn er eine Zusage hat.
Gilt für Nextcloud ohne Abo eine Grenze von 500 Nutzern?
In Foren liest man oft von einer Push-Grenze bei 500 Nutzern. Die Fair-Use-Richtlinie von Nextcloud formuliert das anders. Sie empfiehlt Nextcloud Enterprise für Instanzen mit mehr als 500 Benutzern. Außerdem schreibt sie, dass die bereitgestellte Infrastruktur, darunter Benachrichtigungsdienste und der App Store, für mehr als 500 Benutzer nicht funktionieren wird. Im Original heißt es „will not work for more than 500 users“.
Zwei Dinge stehen dort nicht. Erstens nennt die Richtlinie Push-Benachrichtigungen nicht ausdrücklich. Sie spricht allgemein von Benachrichtigungsdiensten. Zweitens definiert sie nicht, ob „users“ registrierte oder aktive Benutzer meint. Wenn Ihre Instanz in die Nähe von 500 Konten kommt, klären Sie diese Frage vorher mit Nextcloud oder einem Partner. Für eine Kanzlei mit 20 Personen spielt die Grenze in keiner der beiden Lesarten eine Rolle.
DSGVO in der Praxis: Mit wem brauchen Sie einen AVV?
Sobald ein anderes Unternehmen personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag speichert, brauchen Sie mit ihm einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AVV) nach Art. 28 DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung). In einer Nextcloud liegen fast immer solche Daten, zum Beispiel Mandantenakten oder Patientenunterlagen. Den AVV schließen Sie mit dem Anbieter, der die Daten tatsächlich speichert. Je nach Weg ist das ein anderer Anbieter.
- Hetzner Storage Share: Hetzner schreibt auf der Produktseite, dass ein AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO online abgeschlossen werden kann. Laut englischer Seite erstellen Sie ihn in der konsoleH. Diese Aussage steht auf der Seite von Storage Share. Für andere Hetzner-Produkte prüfen Sie die jeweilige Produktseite.
- IONOS: Laut IONOS-Hilfe ist die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung seit dem 19.07.2022 Bestandteil der AGB. Verträge ab diesem Datum brauchen keine separate Vereinbarung. Für ältere Verträge schließen Sie den AVV separat ab, ohne Zusatzkosten. Die Hilfeseite gilt allgemein für IONOS-Systeme und nennt keine einzelnen Produkte.
- Eigener VPS: Hier liegen die Daten auf der Hardware des VPS-Anbieters. Sie brauchen also einen AVV mit ihm. Ob und wie Ihr Anbieter einen AVV anbietet, steht in seinen Vertragsunterlagen. Prüfen Sie das vor dem Umzug der Daten.
- Backup-Ziel: Ein externer Backup-Speicher hält eine vollständige Kopie Ihrer Daten. Ist das ein anderer Anbieter als Ihr Server, brauchen Sie auch mit ihm einen AVV.
- Enterprise: Die Nextcloud GmbH hostet nicht. Für die Speicherung schließen Sie den AVV deshalb mit Ihrem Hoster, zusätzlich zum Abo.
Kanzleien und Praxen haben neben der DSGVO oft eigene Pflichten zur Verschwiegenheit aus ihrem Berufsrecht. Ein AVV allein deckt diese Pflichten nicht automatisch ab. Klären Sie die Anforderungen mit Ihrem Datenschutzbeauftragten oder Ihrer Kammer, bevor Sie Akten in eine Cloud legen. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.
Welcher Weg passt zu welchem Team?
- Kleines Team ohne eigene IT: Managed Nextcloud. Hetzner Storage Share passt, wenn Sie viele Benutzer und wenig Speicher haben. Bei IONOS prüfen Sie zuerst, ob die feste Anwenderzahl des Tarifs reicht.
- Team mit einer technischen Person, das volle Kontrolle will: eigener VPS. Rechnen Sie Server, Backup-Ziel, Domain und Arbeitszeit zusammen, bevor Sie den Preis mit einem Managed-Tarif vergleichen.
- Organisation ab 100 Benutzern oder mit der Pflicht zu einem Herstellervertrag: Enterprise-Abo plus Hosting. Das Abo ersetzt den Server nicht.
- Gemeinnützige Organisation: Fragen Sie die kostenlose Lizenz an, aber planen Sie erst mit ihr, wenn die Zusage vorliegt.
Wenn Sie eigentlich nur Dateien synchronisieren und keine Groupware brauchen, lohnt ein Blick auf die Alternativen. Der Kostenvergleich zwischen eigenem Speicher und Dropbox rechnet diesen Fall durch.
FAQ
Was kostet Nextcloud für ein kleines Büro in Deutschland?
Am günstigsten ist Managed Nextcloud. Hetzner Storage Share NX11 kostet 5,11 € im Monat inklusive 19 % MwSt., mit 1 TB Speicher und unbegrenzt vielen Benutzern. IONOS verlangt 6 € im Monat für 500 GB und 5 Anwender (Stand: Oktober 2026). Auf einem eigenen VPS zahlen Sie keine Lizenz, aber Server, Backup-Ziel, Domain und Ihre Arbeitszeit. Ein Enterprise-Abo bei Nextcloud gibt es erst ab 100 Benutzern.
Kann ich Nextcloud Enterprise für weniger als 100 Benutzer kaufen?
Nicht über die Preisseite von Nextcloud. Dort steht: „Nextcloud-Abonnements sind ab 100 Benutzer:innen erhältlich“. Das kleinste Abo, Standard für 100 Benutzer, kostet damit 7.129 € netto im Jahr (Stand: Oktober 2026). Ob ein Nextcloud-Partner kleinere Abos verkauft, steht weder auf der Preisseite noch im Partnerverzeichnis. Fragen Sie einen Partner direkt.
Gibt es bei Nextcloud ohne Abo ein Limit von 500 Nutzern?
Die Fair-Use-Richtlinie von Nextcloud empfiehlt Enterprise für Instanzen mit mehr als 500 Benutzern. Sie schreibt, dass die bereitgestellte Infrastruktur wie Benachrichtigungsdienste und der App Store für mehr als 500 Benutzer nicht funktionieren wird. Push-Benachrichtigungen nennt sie nicht ausdrücklich, und sie definiert nicht, ob registrierte oder aktive Benutzer gemeint sind.
Brauche ich einen AVV, wenn ich Nextcloud selbst auf einem VPS betreibe?
Ja, wenn in der Nextcloud personenbezogene Daten liegen. Der VPS-Anbieter speichert diese Daten auf seiner Hardware und verarbeitet sie damit in Ihrem Auftrag nach Art. 28 DSGVO. Prüfen Sie in den Vertragsunterlagen des Anbieters, wie Sie den AVV abschließen. Für ein externes Backup-Ziel bei einem anderen Anbieter brauchen Sie einen weiteren AVV.
Ist Hetzner Storage Share monatlich kündbar?
Die Produktseite schreibt: „Keine Mindestvertragslaufzeit. Keine Kündigungsfrist.“ Neben dem Monatspreis nennt Hetzner einen Stundenpreis, beim NX11 0,0082 € inklusive MwSt. Eine Einrichtungsgebühr nennt die Seite nicht. Einen AV-Vertrag nach Art. 28 DSGVO können Sie laut Hetzner online abschließen.