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Anleitungen Matt ConnorVon Matt Connor

Was ein Storage VPS pro Terabyte wirklich kostet

Preis pro nutzbarem Terabyte richtig ausrechnen: Netto gegen Brutto, 19 Prozent MwSt, Einrichtungsgebühr, Mindestlaufzeit und Fair-Use-Traffic im deutschen Angebot.

Was ein Storage VPS pro Terabyte kostet

Der Preis pro Terabyte bei einem Storage VPS ist nicht die Zahl auf der Angebotsseite. Er ist der Bruttopreis der gesamten Mindestlaufzeit, geteilt durch die Terabyte, die nach der Formatierung übrig bleiben. Bei den drei Beispielangeboten weiter unten reicht dieser Wert von 40 bis 111 Euro je nutzbarem Terabyte und Jahr, obwohl die beworbenen Monatspreise nur rund neun Euro auseinanderliegen.

Vier Posten fehlen in der beworbenen Zahl: die 19 Prozent Mehrwertsteuer, die einmalige Einrichtungsgebühr, der Unterschied zwischen TB und TiB und die Traffic-Klausel im Kleingedruckten. Diese Seite rechnet alle vier durch, in Euro und für den deutschen Markt. Welche Produktart überhaupt zu Ihnen passt, klärt vorher der Vergleich von Storage VPS, Block Storage und Object Storage.

Die Formel, die Sie in jedes Angebot einsetzen

Preis je nutzbarem TiB und Monat = (Bruttomiete pro Monat + Einrichtungsgebühr brutto / Laufzeit in Monaten) / nutzbare TiB

Drei Begriffe darin sind nicht selbsterklärend. Bruttomiete heißt: der Preis inklusive Umsatzsteuer, egal wie der Anbieter ihn auszeichnet. Einrichtungsgebühr ist die einmalige Setup-Gebühr, die Sie über die Laufzeit verteilen, weil sie sonst den ersten Monat aufbläht und den ganzen Vergleich verzerrt. Nutzbare TiB sind Tebibyte, also das, was df -h nach dem Anlegen des Dateisystems meldet, und nicht das, was auf der Bestellseite steht.

Rechnen Sie diesen einen Wert für jedes Angebot aus, bevor Sie irgendetwas anderes vergleichen. Alles Weitere, etwa Standort und Support, ist erst danach eine Frage.

Warum nutzbar kleiner ist als beworben

Ein Anbieter, der 8 TB verkauft, meint 8.000.000.000.000 Byte. Ihr Betriebssystem rechnet in Zweierpotenzen und nennt dieselbe Menge 7,28 TiB. Das ist kein Betrug, sondern ein Einheitenwechsel, und er kostet rund 9 Prozent. Prüfen Sie ihn selbst:

numfmt --from=si --to=iec 8T

Die Ausgabe ist 7.3T. Denselben Effekt sehen Sie am laufenden System, wenn Sie beide Schreibweisen nebeneinander legen:

df -h /srv
df -H /srv
lsblk -o NAME,SIZE,ROTA,FSTYPE,MOUNTPOINT

df -h rechnet in 1024er-Schritten, df -H in 1000er-Schritten. Dieselbe Partition erscheint einmal als 7,3T und einmal als 8,0T. Die Spalte ROTA bei lsblk steht auf 1 bei einer rotierenden Platte und auf 0 bei Flash-Speicher. Das ist die schnellste Antwort auf die Frage, was Sie tatsächlich gemietet haben.

Der zweite Abzug ist die Reserve des Dateisystems. ext4 legt standardmäßig 5 Prozent der Blöcke für root beiseite, damit ein volllaufendes Dateisystem den Rechner nicht handlungsunfähig macht.

sudo tune2fs -l /dev/sdb1 | grep -i "reserved block count"
sudo tune2fs -m 1 /dev/sdb1

Auf einem reinen Datenlaufwerk, auf dem keine Dienste liegen, reicht 1 Prozent. Auf einem 8-TB-Volume gibt Ihnen das rund 290 GiB zurück. Auf XFS gibt es diese Reserve in dieser Form nicht, dort entfällt der Abzug.

Der dritte Abzug ist Ihr eigener Puffer. Ein Dateisystem über 90 Prozent Füllstand fragmentiert stärker, und ein Restore braucht Platz für die Daten, die er gerade schreibt. Planen Sie deshalb mit 90 Prozent. Aus 8 beworbenen TB werden so 7,28 TiB nach dem Einheitenwechsel, 6,91 TiB nach der ext4-Reserve und 6,2 TiB als ehrlicher Planwert. Wie viel davon Sie überhaupt brauchen, rechnet die Schätzung des tatsächlichen Speicherbedarfs durch.

Netto oder brutto: 19 Prozent entscheiden, welche Zahl kleiner aussieht

Die Preisangabenverordnung verlangt gegenüber Verbrauchern den Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer. Ein Angebot, das sich ausschließlich an Gewerbetreibende richtet, darf netto auszeichnen und muss das kenntlich machen. In der Praxis stehen deshalb in zwei Tabs zwei Zahlen, die nichts miteinander zu tun haben: 14,99 Euro mit dem Zusatz „zzgl. MwSt.“ und 19,90 Euro mit „inkl. MwSt.“.

Die Mehrwertsteuer dreht keine Rangfolge, solange beide Preise auf derselben Basis stehen, weil 19 Prozent ein konstanter Faktor sind. Sie dreht die Rangfolge der Zahlen, die Sie auf dem Bildschirm sehen. Rechnen Sie deshalb zuerst um:

python3 -c "print(round(14.99 * 1.19, 2))"
python3 -c "print(round(19.90 / 1.19, 2))"

Die erste Zeile gibt 17.84 aus, die zweite 16.72. Netto verglichen ist das zweite Angebot billiger, brutto verglichen ebenfalls. Nur die beworbenen Zahlen behaupten das Gegenteil.

Welche Basis für Sie zählt, hängt an einer Frage: Sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt? Ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen holt sich die 19 Prozent über die Voranmeldung zurück, für dieses Unternehmen ist der Nettopreis der echte Preis. Privatpersonen und Kleinunternehmer nach § 19 UStG bekommen nichts zurück und rechnen mit brutto. Diese Seite rechnet ab hier durchgehend brutto.

Einrichtungsgebühr, Mindestlaufzeit und Kündigung

Eine Einrichtungsgebühr wirkt harmlos, weil sie nur einmal anfällt. Sie verzerrt den Vergleich trotzdem, weil sie sich bei kurzer Laufzeit auf wenige Monate verteilt.

python3 -c "print(round(29.00 * 1.19, 2))"

29,00 Euro netto sind 34.51 Euro brutto. Über 12 Monate sind das 2,88 Euro pro Monat, über 24 Monate 1,44 Euro, und bei einem Vertrag, den Sie nach einem Monat kündigen, sind es 34,51 Euro in genau diesem Monat. Eine Einrichtungsgebühr bei langer Bindung ist deshalb ein anderes Produkt als keine Einrichtungsgebühr bei monatlicher Kündigung, auch wenn beide Seiten denselben Monatspreis nennen.

Beim Vertragsrecht hängt alles daran, ob Sie als Verbraucher oder als Unternehmen bestellen. Stand September 2026 gilt für Verbraucherverträge:

  • Die Erstlaufzeit darf höchstens 24 Monate betragen.
  • Die Kündigungsfrist zum Ende der Erstlaufzeit darf höchstens einen Monat betragen.
  • Verlängert sich der Vertrag stillschweigend, läuft er auf unbestimmte Zeit weiter und ist danach jederzeit mit einem Monat Frist kündbar.
  • Für online geschlossene Dauerschuldverhältnisse muss der Anbieter nach § 312k BGB einen Kündigungsbutton bereitstellen.
  • Beim Fernabsatzvertrag haben Sie 14 Tage Widerrufsrecht. Es erlischt, wenn Sie der sofortigen Ausführung ausdrücklich zugestimmt und den Verlust bestätigt haben, was beim Bestellen eines Servers der Regelfall ist.

Für Geschäftskunden gilt nichts davon. Ein B2B-Vertrag darf 12 oder 24 Monate binden, braucht keinen Kündigungsbutton und kennt kein Widerrufsrecht. Dort sind drei Monate Kündigungsfrist zum Laufzeitende weiterhin üblich, und wer sie verpasst, hängt ein weiteres Jahr an demselben Preis. Lesen Sie die Frist in den AGB nach, bevor Sie bestellen.

Drei Angebote, auf gemeinsamer Basis gerechnet

Die folgenden 3 Angebote sind konstruierte Beispiele, keine Preise eines bestimmten Anbieters. Die Größenordnungen entsprechen dem, was im deutschen Markt Stand September 2026 üblich ausgeschrieben wird. Kopieren Sie die Spalten und setzen Sie Ihre eigenen Tabs ein.

ChartDrei Beispielangebote auf gemeinsamer Basis, Stand September 2026
The data behind this chart
[
  {
    "plan": "Angebot A",
    "beworben": "8 TB HDD, 14,99 \u20ac netto/Monat, 12 Monate",
    "setup_brutto": "34,51 \u20ac",
    "nutzbar": "6,2 TiB",
    "kosten_12_monate": "248,59 \u20ac",
    "eur_pro_tib_jahr": 40
  },
  {
    "plan": "Angebot B",
    "beworben": "6 TB HDD, 19,90 \u20ac brutto/Monat, monatlich",
    "setup_brutto": "0,00 \u20ac",
    "nutzbar": "4,7 TiB",
    "kosten_12_monate": "238,80 \u20ac",
    "eur_pro_tib_jahr": 51
  },
  {
    "plan": "Angebot C",
    "beworben": "4 TB NVMe, 24,00 \u20ac netto/Monat, 3 Monate",
    "setup_brutto": "0,00 \u20ac",
    "nutzbar": "3,1 TiB",
    "kosten_12_monate": "342,72 \u20ac",
    "eur_pro_tib_jahr": 111
  }
]

Angebot A steht auf dem Bildschirm als 8 TB HDD, 14,99 € netto/Monat, 12 Monate und hat damit die kleinste beworbene Zahl. Brutto sind das 17,84 Euro im Monat, dazu kommt die Einrichtungsgebühr von 34,51 €. Über die zwölf Monate Mindestlaufzeit zahlen Sie 248,59 €.

Angebot B wirbt mit 19,90 Euro, also mit einer um fast fünf Euro höheren Zahl. Es hat keine Einrichtungsgebühr und ist monatlich kündbar. Über zwölf Monate kostet es 238,80 € und liegt damit in der Summe unter Angebot A. Der beworbene Monatspreis hat hier genau die falsche Reihenfolge angezeigt.

Je nutzbarem Terabyte kippt es wieder zurück. Angebot A liefert 6,2 TiB, Angebot B nur 4,7 TiB. Damit kostet A 40 Euro je nutzbarem TiB und Jahr, B dagegen 51 Euro. Welche der beiden Zahlen für Sie zählt, entscheidet Ihr Bedarf. Wenn 4 TiB reichen, kaufen Sie bei A Platz, den Sie nie belegen, und zahlen für den Vertrag mehr. Wenn Sie über 5 TiB brauchen, ist B keine Option.

Angebot C ist mit 111 Euro je nutzbarem TiB und Jahr fast dreimal so teuer wie A. Dafür liegt es auf NVMe. Ob dieser Aufpreis sinnvoll ist, entscheidet der übernächste Abschnitt. Wenn Sie parallel nach Angeboten mit Standort Deutschland suchen, hilft die Übersicht deutscher Storage-VPS-Anbieter beim Befüllen der Spalten.

Was hinter unlimitiertem Traffic steht

„Traffic-Flatrate“ und „unlimitierter Traffic“ sind in deutschen Angeboten fast nie unbegrenzt. In der Leistungsbeschreibung steht eine Fair-Use-Klausel: Ab einem bestimmten Volumen im Monat drosselt der Anbieter den Port, oft von 1 Gbit/s auf 100 oder 250 Mbit/s, bis der Monat vorbei ist. Bei einem Storage VPS zählt dabei fast immer der ausgehende Verkehr, also genau die Richtung, in die ein Restore läuft. Das erste Befüllen ist eingehend und häufig frei, was den Vertrag beim Kauf harmloser aussehen lässt, als er beim Notfall ist.

Ein vollständiger Restore von 5 TiB bewegt rund 5,5 TB über die Leitung.

ChartDauer eines Restores von 5 TiB, gerechnet mit voller Leitungsrate
The data behind this chart
[
  {
    "label": "1 Gbit/s ohne Drossel",
    "stunden": 12,
    "entspricht": "ein halber Tag"
  },
  {
    "label": "250 Mbit/s gedrosselt",
    "stunden": 49,
    "entspricht": "zwei Tage"
  },
  {
    "label": "100 Mbit/s gedrosselt",
    "stunden": 122,
    "entspricht": "f\u00fcnf Tage"
  },
  {
    "label": "50 Mbit/s gedrosselt",
    "stunden": 244,
    "entspricht": "gut zehn Tage"
  }
]

Bei voller Gigabit-Anbindung dauert das 12 Stunden. Greift eine Drossel auf 250 Mbit/s, sind es 49 Stunden. Bei 50 Mbit/s sind es 244 Stunden, also gut zehn Tage. Alle 4 Zeilen rechnen mit voller Leitungsrate, ohne Protokoll-Overhead und ohne die Gegenstelle, sie sind also Untergrenzen und keine Prognosen.

Zwei Fragen an die Leistungsbeschreibung, bevor Sie bestellen. Ab welchem Volumen greift die Drossel, und auf welche Rate? Und rechnet der Anbieter ein- und ausgehenden Verkehr zusammen? Was unlimitierter Traffic in einem Angebot tatsächlich bedeutet geht die üblichen Formulierungen im Detail durch.

Messen Sie danach Ihren echten Verbrauch, statt ihn zu schätzen:

sudo apt install -y vnstat
sudo systemctl enable --now vnstat
vnstat -m
vnstat -d

vnstat -m zeigt den Monatsverbrauch getrennt nach rx und tx. Die tx-Spalte ist die, gegen die die Fair-Use-Klausel läuft. Nach dem ersten vollen Monat wissen Sie, wie viel Luft ein Notfall-Restore noch hat.

Wann der niedrigste Preis je Terabyte der falsche Kauf ist

Es gibt zwei Bedingungen, unter denen Sie das teurere Angebot nehmen sollten.

Die Platte ist zu langsam für Ihre Aufgabe. Eine Festplatte mit 7200 Umdrehungen pro Minute braucht im Mittel 4,2 Millisekunden allein für eine halbe Umdrehung, dazu kommt die Suchzeit des Schreib-Lese-Kopfes. Daraus folgen grob 100 bis 200 zufällige Zugriffe pro Sekunde und Spindel. Das ist Physik und kein Mangel des Anbieters. Für einen sequentiellen Backup-Stream reicht das völlig. Eine Datenbank, ein Mailserver mit Maildir, eine Nextcloud-Instanz mit vielen kleinen Dateien oder ein restic check --read-data bringen dieselbe Platte an ihre Grenze, und dann warten Sie Stunden auf etwas, das auf Flash Minuten dauert. Messen statt raten:

sudo apt install -y fio
fio --name=randread --filename=/srv/fiotest --rw=randread --bs=4k \
    --size=1G --numjobs=1 --iodepth=32 --ioengine=libaio --direct=1 \
    --runtime=60 --time_based --group_reporting
rm -f /srv/fiotest

In der Ausgabe steht eine Zeile, die mit read: IOPS= beginnt. Ein niedriger dreistelliger Wert bedeutet rotierende Platten. Zehntausende bedeuten Flash. Das Flag --direct=1 umgeht den Seitencache des Kernels, denn ohne es messen Sie den Arbeitsspeicher des Hosts und nicht die Platte. Warum ein Speicherserver überhaupt langsamere Laufwerke hat als ein normaler Mietserver, erklärt der Unterschied zwischen Storage VPS und normalem VPS. Wenn Sie den Platz zum Streamen nutzen, zählt statt der IOPS-Zahl der sequentielle Durchsatz, und ein Medienserver auf einem Storage VPS beschreibt, worauf es dabei ankommt.

Die Traffic-Zuteilung trägt Ihren Restore nicht. Ein Backup, das Sie nicht rechtzeitig zurückholen können, ist kein Backup. Legen Sie fest, wie lange Ihr System höchstens ausfallen darf, und halten Sie diese Zeit gegen das Diagramm oben. Wenn Sie nach 24 Stunden wieder laufen müssen und die Drossel Ihnen fünf Tage einbringt, hat das billige Angebot die Aufgabe nicht erfüllt, egal wie gut sein Preis je Terabyte aussieht.

Bevor Sie bestellen

  • Steht der beworbene Preis netto oder brutto, und sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt?
  • Wie hoch ist die Einrichtungsgebühr brutto, und über wie viele Monate verteilen Sie sie?
  • Wie lang sind Erstlaufzeit und Kündigungsfrist, und wie verlängert sich der Vertrag?
  • Wie viel meldet df -h nach der Bereitstellung, und wie viel bleibt bei 90 Prozent Füllstand übrig?
  • Ab welchem Volumen und auf welche Rate drosselt der Anbieter den ausgehenden Verkehr?
  • Steht ROTA bei lsblk auf 1 oder auf 0, und was misst fio an zufälligen 4k-Zugriffen?

Die ausführliche Fassung dieser Prüfung steht in der Checkliste vor dem Kauf eines Storage VPS. Wie sich die Marketingzahlen eines Billigangebots allgemein lesen lassen, zeigt die Anleitung zum Lesen eines günstigen VPS-Angebots. Und falls der Datenstandort für Sie eine Rolle spielt, gehört der Aufpreis dafür in dieselbe Rechnung: was ein Standort in der EU tatsächlich kostet.

FAQ

Was kostet ein Storage VPS pro Terabyte in Deutschland?

Rechnen Sie den Bruttopreis der gesamten Mindestlaufzeit plus Einrichtungsgebühr und teilen Sie das Ergebnis durch die nutzbaren Tebibyte. Bei den Beispielangeboten auf dieser Seite liegt der Wert zwischen 40 und 111 Euro je nutzbarem TiB und Jahr, Stand September 2026. Plattenbasierte Angebote liegen am unteren Ende, NVMe am oberen. Der beworbene Monatspreis allein sagt nichts, weil er Mehrwertsteuer, Setup-Gebühr und den Unterschied zwischen TB und TiB auslässt.

Warum zeigt df weniger Speicher an, als ich bestellt habe?

Weil drei Abzüge zusammenkommen. Der Anbieter rechnet 8 TB als 8.000.000.000.000 Byte, df -h rechnet in Zweierpotenzen und meldet dieselbe Menge als 7,3 TiB. Dann hält ext4 standardmäßig 5 Prozent der Blöcke für root zurück, sichtbar über sudo tune2fs -l /dev/sdb1. Und ein Dateisystem sollte nicht über 90 Prozent gefüllt laufen. Aus 8 beworbenen TB werden so rund 6,2 nutzbare TiB.

Zählt bei einem Angebot der Netto- oder der Bruttopreis?

Das hängt davon ab, ob Sie die Vorsteuer abziehen können. Ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen holt sich die 19 Prozent über die Voranmeldung zurück und rechnet netto. Privatpersonen und Kleinunternehmer nach § 19 UStG zahlen den Bruttopreis und rechnen brutto. Entscheidend ist, dass beide Angebote auf derselben Basis stehen, bevor Sie sie vergleichen, denn Angebote für Geschäftskunden dürfen netto auszeichnen und Verbraucherangebote müssen den Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer nennen.

Was bedeutet unlimitierter Traffic bei einem Storage VPS?

Fast immer eine Fair-Use-Klausel in der Leistungsbeschreibung. Ab einem bestimmten Volumen im Monat drosselt der Anbieter den Port, oft von 1 Gbit/s auf 100 oder 250 Mbit/s bis zum Monatsende. Gezählt wird meist der ausgehende Verkehr, also die Richtung eines Restores. Prüfen Sie Ihren echten Verbrauch mit vnstat -m und lesen Sie nach, ab welchem Volumen und auf welche Rate gedrosselt wird, denn diese beiden Zahlen bestimmen, wie lange eine Wiederherstellung dauert.

Kann ich einen Storage VPS monatlich kündigen?

Nur wenn der Tarif das vorsieht. Viele Angebote mit niedrigem Preis je Terabyte haben 12 oder 24 Monate Mindestlaufzeit, oft kombiniert mit einer Einrichtungsgebühr. Als Verbraucher schützt Sie das Gesetz für faire Verbraucherverträge: Die Erstlaufzeit darf höchstens 24 Monate betragen, eine stillschweigende Verlängerung läuft auf unbestimmte Zeit weiter und ist mit einem Monat Frist kündbar, und für online geschlossene Verträge muss es nach § 312k BGB einen Kündigungsbutton geben. Für Geschäftskunden gilt das alles nicht.